DER|FROGBLOG
4. April 2007

Unternehmen des Monats

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Liebe Frogblogler,

Henry Maske gewinnt mit 43 Jahren seinen letzten Boxkampf, Beckenbauer wird für sein sportliches Lebenswerk geehrt und eine Frau wie Jenny Elvers (mit dem mittlerweile Zungenbrecher-Doppelnamen…) darf in einem Schlingensief-Streifen unser aller Prinzessin der Herzen, Lady Di, spielen!!!

Außerdem ist Deutschland nicht nur Papst und Weltmeister der Herzen, sondern auch noch oscarwürdig! Na, wer hätte das gedacht! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Geschichte wird gemacht - es geht voran! Selbst beim deutschen Film! Das sollte uns allen Mut machen!

Mut macht auch, daß mich die Stadt Düsseldorf mit meinem Atelier als Unternehmen des Monats ehrt! Als alleinerziehende Selbstständige würde ich allein für meine Multitaskingkompetenz – immer knapp an der Hyperventilationsgrenze - von Ursula von der Leyen sicherlich einen Orden bekommen.

Schöne Ostern wünscht allen
La Barb

Links
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19. März 2007

Aktueller Beitrag zur Steuerdiskussion

Neben den gerade überlegten Steuererhöhungen (Erbschaftssteuer, CO2-Emissionen = Umweltverschmutzungssteuer) rege ich an, eine Kombination aus diesen beiden Formen zu schaffen:

Wer zukünftig seine Immobilien optisch verschandelt, bzw. erfolgte Fehlgriffe nicht korrigiert, somit die Umwelt dauerhaft und leider nachhaltig optisch verschmutzt wird mit einer Zusatzsteuer von 12% belegt - dies entspricht der Differenz von Mehrwertsteuer 19% und reduziertem Steuersatz 7%, z.B. für Kunst.
Die zu erwartenden Mehreinnahmen in 3-stelligen Milliardenbeträgen werden umgehend in engagierte Kunst-Am-Bau-Projekte und umfassende Abbrucharbeiten gesteckt.
Bisherige Petitionen sind gerade bei kleineren Kommunen auf erbitterten Widerstand gestoßen - deshalb wird wohl eine Ausnahmeregelung für sämtliche Doppelhaushälften notwenig sein (leider!).

Natürlich darf nicht übersehen werden, dass Erben solcher Immobilien oftmals die zu erbringenden Strafzahlungen nicht erbringen können und manche Verurteilung auch die Falschen träfe (übrigens auch ein Novum in der Steuerdiskussion).
Ein möglicher Ausweg liegt in der Bereitschaft des neuen Immobilienbesitzers notwendige Überarbeitungen der Außenbereiche nur noch von „Meisterhand“ vornehmen zu lassen - unnötig zu erwähnen an welche Meisterhände, Meisteraugen und Meisterhirne ich in diesem Zusammenhang denke.

Halbes Fachwerk

In diesem Sinne
Ihr Meister Stephan Fritsch

P.S. Steuermindernde Maßnahmen unter www.farbeundraum.org

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23. Februar 2007

Der rote Untergrund im schwarzen Bayern!

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„Farbkonzept für U-Bahnhof Messestadt West”, München 2000

Die Zeiten ändern sich! Dachte ich früher noch, Bayern sei politisch fest in “schwarzer Hand”, mußte ich jetzt feststellen, daß die “rote Unterwanderungen” deutlich sichtbar voranschreitet!

Selbst der politische Aschermittwoch ist nicht mehr das, was er war! Früher haben wir schulfrei bekommen, wenn wir FJS in der Passauer Nibelungenhalle sehen und hören wollten! Und das ist kein Witz! Nun denn, selbst München hat seit längerem einen SPD-Bürgermeister und der ist noch Kabarettist in seinem Zweitberuf! Auch das ist kein Witz!

Für die “Verrotung” der U-Bahnhöfe in München, genauer gesagt für die rote Linie, brauchte es nur 18 Liter rote Farbe, eine gute Idee und 1.800 m2 rohe Betonwände!

Tätä! Tätä!

Heribert Heindl, einer “meiner” Top-Künstler und Mitarbeiter meines Ateliers FARBE+RAUM/Ideen von Künstlern hatte eine Ausstellung in der so genannten Akademiegalerie in dem U-Bahnhof Universität in München. Man sah dort eine seiner typischen Wandmalereien. Und nicht nur “man” sah sie, sondern gleich mehrere Männer und zwar die des Kopenhagener Architekturbüros BBP. Da sie explizit auf der Suche nach einem Künstler waren, mit dem sie zusammenarbeiten wollten, kam es zum Kontakt zwischen Heribert Heindl und BBP und in Folge zur gemeinsamen Entwicklung des gesamten farbigen Raumkonzepts.

Alle U-Bahnhöfe wurden bis dahin von der Stadt München selber gebaut. Von den neuen 7 Stationen wurden 5 an Architekten vergeben. Diese einigten sich auf das Thema “Veredelter Rohbau” und auf die Farbe Rot.

“Der schönste U-Bahnhof zu dem Thema” schreib die Süddeutsche Zeitung im Anschluß an die Eröffnung im Jahr 2000.

Und dabei hatte Heribert Heindl auch noch die wirtschaftlichste Form gewählt, Beton zu behandeln: Die 140 m langen und 7 m hohen Wände wurden zum Teil farblos, zum Teil weiß transparent grundiert, dann 1 bis 3 mal mit einer roten Lasur gestrichen. Es entstanden 6 Farbtöne aus einer Grundfarbe, die jeweils an den Betonplattenstößen wechseln.

“Was? Nur 20 Liter Farbe wollen Sie für die ganze Fläche veranschlagen? Da haben Sie sich bestimmt verrechnet!” sagte der ausführende Malermeister noch. Er hatte Recht: Heindl brauchte nur 18 Liter!

U-Bahnhof München Messestadt West

Ein letztes Hellau aus dem aschermittwöchlichen Düsseldorf winkt Ihnen zu…

… Ihre La Barbara – für Sie, für bayerische U-Bahnhöfe und für den rheinischen Karneval heute mal ganz in Rot!!!

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8. Februar 2007

Das Rot der Jungfrau Maria!

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Wie soll eine Kirche, ein Raum der Stille, des Betens, ein Raum in dem Spiritualität möglich ist, zeitgemäß gestaltet werden?

»S’ werd halt schön gestrichen«, hieß es anfangs. Nun, es ist sehr viel mehr als nur schön gestrichen. Der Künstler Stephan Fritsch, dessen Farbkonzept für die Marienkirche in Fürstenstein (Diözese Passau) im Zuge der Komplettrenovierung 2004 umgesetzt wurde, hat sich zur Farbengebung sehr klare Gedanken gemacht: »Die Gegenüberstellung von zwei Rottönen und zwei Weißtönen, bzw. Weiß und Grau hat mit der Kirche als Marienwallfahrtsort zu tun. Rot soll die ganze Spannbreite der Lebenserfahrung Marias symbolisieren: die Wärme, das Glück, ebenso wie die unsägliche Trauer und das Leiden. Rot steht für Blut, Leben und Schmerz, aber auch für Licht und Hoffnung. Weiß hingegen gilt als Farbe der Unschuld und des Anfangs.«

Nicht allen Gemeindemitgliedern gefiel der Gedanke der farblichen und räumlichen Umgestaltung sofort. Es wurde sogar abgestimmt. Zug um Zug fanden nach vielen Diskussionen die Pläne Zustimmung und Gefallen.

Die Kirchengemeinde blickt heute auf einen effektvoll beleuchteten Altarraum in hoffnungsfrohem, warmem Gelbrot, das sich nach oben hin aufhellt. Die Rückwand im Westen hingegen ist in „blutigem” Dunkelrot (unter Beigabe von Blau) gehalten. Klares Weiß bestimmt das Kirchenschiff, strukturiert durch die grau abgetönte Trägerkonstruktion des Daches. Durch die weißen Wände des Langbaues kommen nun die in dezenten Farben gehaltenen Glasfenster der Kirche erst richtig zur Geltung. Entstanden ist eine Einheit.

Parrkirche

»Seit Sie die Kirche neu gestaltet haben, komme ich jeden Tag her.« Diese Aussage einer alten Maria-Ward-Schwester freut Stephan Fritsch am meisten. Symbolkraft und emotionale Wirkung bestimmen sein Farbkonzept: „Ich bin überzeugt, dass über die Farbe ein unmittelbarer Zugang zur eigenen Emotionalität entsteht. Religion ist Emotion.”

Ob im sakralen oder profanen Bereich: Farbe fungiert als Emotionsträger und Stimmungsmacher!

Bald mehr vom Planet Barbara und ihrem Satelliten “FARBE + RAUM/Ideen von Künstlern”

Salut La Barbara

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23. Januar 2007

Kann Farbe Gewerbeflächen vermieten?

Unser Umgang mit zumindest Farbe schon!

Barbara Meisner

So geschehen 2001-2003 in Ingolstadt. Dort wurde durch das “Farbkonzept für Katharinen- garten“, einem Seniorenheim, 60 Eigentumswohnungen, Bürohaus und Praxisgebäude (Künstlerisches Konzept: Heribert Heindl / Stephan Fritsch. Architekten: Schinharl + Höss) definitiv mehr Eigentumswohnungen verkauft, so daß der erste Bauabschnitt aufgrund dieser schnellen Verkaufserfolge zügiger abgewickelt und der zweite Bauabschnitt finanziert werden konnte.
Denn wer lebt nicht lieber in einer ästhetisch hochwertigen Immobilie, deren Anblick jeden Tag Freude macht? Und wenn es sich um die wahrscheinlich letzte Wohnung, die man bezieht – wie bei einem Seniorenheim anzunehmen – handelt, wohl erst Recht..!

„Farbkonzept für Katharinengarten” „Farbkonzept für Katharinengarten”
Übrigens haben die Büroflächen auf dem gleichen Gelände ebenfalls eine große Akkzeptanz erfahren – trotz damaliger Konjunkturflaute auf dem Immobilienmarkt. Ein Arzt kam direkt zu einem “meiner” Künstler und versicherte ihm, daß er unbedingt seine Praxis in diesem Gebäude eröffnen wollte, weil “das Haus ein so freundliches und klares Erscheinungsbild hat. Außerdem kennt es jeder in der Stadt und findet schnell dorthin!”

Die Aufgabe war, drei Bereiche zu verbinden und sie doch unterscheidbar zu machen. Die Künstler wählten Blau fürs Altenpflegeheim, Rot für Betreutes Wohnen und die Eigentumswohnungen und Ocker/Orange für den Büro- und Geschäftsbereich (Arztpraxen). Unterschiedliche Farbnuancen erhielt man, indem der gleiche Farbton auf unterschiedlichem Grund (Thermoputz/Sichtbeton) einmal lasiernd, einmal deckend aufgetragen wurde. Die Schwere des Betons wurde „luftig“. Durch Statiknachberechnungen kam es zu doppelter Anzahl Betonträgern: Warmes Rot lenkt die Aufmerksamkeit auf die Farbe und weg von den Betonträgern. Eine Lärmschutz-Betonwand wird durch Farbe zum „Tor“, zur belebten Mauer.

Bald mehr vom Planet Barbara und ihrem Satelliten “FARBE + RAUM/Ideen von Künstlern”.

Salut La Barbara

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