DER|FROGBLOG
7. Dezember 2006

Hafencities – neuer Vermarktungstrend?

Natürlich bin ich bei meinem Hamburgbesuch auch in der neu entstehenden Hafencity gewesen. Dort hat sich schon wieder eine ganze Menge verändert. Ende November wurde die Shanghaiallee eröffnet, jeden Tag wächst da ein anderer Turm, ein anderer Teil eines Hauses in die Luft während bei SAP und Kühne & Nagel schon in den neuen Büros gearbeitet wird. Ich behalte das mal im Auge. Da alles schon während der Planungs- und Bauphasen vor Ort und vor allem online dokumentiert wird (was nicht selbstverständlich ist), ist das ja auch bequem von Berlin aus möglich. Vom Viewpoint aus macht es natürlich mehr Spaß.

Viewpoint in der Hamburger Hafencity Neu entstehende Hafencity in Hamburg
Ist Ihnen das eigentlich auch aufgefallen? Neben der Hafencity gibt es in Hamburg auch noch die Docklands, einen Medienhafen in Düsseldorf, einen Rheinaufhafen in Köln, eine Überseestadt in Bremen und jetzt neu einen Hafen am Tempelhofer Damm in Berlin. Ist das Hafenkonzept jetzt ein (neuer) Trend in der Immobilienvermarktung?

Hamburg: www.hafencity.com
Düsseldorf: www.medienhafen.de
Köln: www.rheinauhafen-koeln.de
Bremem: www.ueberseestadt.de
Berlin: www.tempelhofer-hafen.de

Veröffentlicht von Dr. Miriam Neubauer in Made in Germany | Keine Kommentare »



6. Dezember 2006

Das Chileh@us im Internet

Miriams Artikel zum Chilehaus hat mich gleich dazu veranlasst, mir die Präsenz des Chilehauses im Internet etwas genauer anzuschauen. In Public Suchmaschinen (ich greife im Weiteren einfach mal exemplarisch die Google Ergebnisse raus) bekommt man zum Suchbegriff “Chilehause” immerhin 75.000 Ergebnisse - wenn ich dies lokal auf Hamburg begrenze, schrumpft die Zahl auf knapp 70.000. Daran sieht man, dass es auf jeden Fall günstig ist, einem Objekt einen unverwechselbaren Namen zu geben, denn es macht die Markenbildung und die Wiedererkennung deutlich leichter.

Chilehaus in Google
An der Menge der Einträge erkennt man auch, dass die Marke Chilehaus eine starke Durchdringung im Internet hat - man schreibt also über das Objekt, und zwar in den verschiedensten Formen. Natürlich findet man die von Miriam beschriebene Objektseite, man findet es in Listen von Hamburger Sehenswürdigkeiten, man findet zahlreiche Hobbyfotografen die ihre Schnappschüsse in Photo-Communities austauschen, man findet Pressemeldungen zum Chilehaus, man findet Künstler / Aussteller die darüber berichten, dass sie dort schon einmal präsent waren usw. Zusammenfassend also gesagt: ein durchaus gutes Beispiel für eine gelungene und umfassende Präsenz im Internet. Verwundert hat mich der geringe Page-Rank der Objektwebsite selbst (3/10). Dies kann viele Gründe haben, lässt aber Spielraum für zielgerichtete Optimierung.

Das Chilehaus in der Photocommunity >>
Erfahrungsbericht einer Schülerin für den Kunstunterricht >>

Ein oberflächliches Durchlesen der Ergebnisse fördert teilweise doch sehr skurrile Beiträge und Meinungen zu Tage. Ich kann nur empfehlen, die eigene Präsenz im Internet stets im Blick zu haben - und zwar unter zwei Gesichtspunkten:

1. Wer sagt was über mich?
2. Wie kann ich meine Präsenz in diesem Medium erhöhen / optimieren?

Veröffentlicht von Claudia Martinez in Made in Germany, Online Ch@rts | Keine Kommentare »



5. Dezember 2006

Das Hamburger Chilehaus – eine gelungene Präsentation
zwischen Tradition und Moderne.

Kurz gesagt: ich liebe Hafenstädte. Die Luft, das geschäftige Treiben, die Geräusche – die Atmosphäre ist einfach eine ganz besondere. Umso mehr hat mich auch gefreut, dass mich das Kick-off-Meeting unseres neuen Projektes wieder einmal in die Medienstadt Hamburg führte. Der obligatorische Spaziergang durch die Speicherstadt und die entstehende Hafencity darf da natürlich nicht fehlen.

Im gesamten Mix aus Tradition und moderne fiel mir diesmal besonders das Chilehaus im Kontorhausviertel auf – ein klassischer Palazzobau aus Backstein, gediegenes hanseatisches Ambiente und zugleich moderne und ungewöhnliche Architektur.

Chilehaus in Hamburg Chilehaus in Hamburg

Viele kleine liebevoll restaurierte Details beeindrucken ebenso wie die ungewohnte Architektur, der elegante Innenhof und die erstaunlich flexibel gestalteten und modernen Ladenflächen.

Objektwebsite: www.chilehaus.de
Eintrag bei Wikipedia >>
Hamburger Sehenswürdigkeit >>

Zurück im Hotel musste ich einfach nachschauen, wie sich das Chilehaus denn so präsentiert – und war überrascht. Die dazugehörige Website wirkt wie maßgeschneidert für das Objekt, wie das Haus selbst kommuniziert sie sowohl Tradition und Exklusivität als auch Moderne und Flexibilität. Allerdings zeigen 8.700 qm Leer stehende Bürofläche (ein gutes Viertel) deutlich, dass Präsentation und Optik allein nicht zwangsläufig zum Erfolg führen. Sich auf die Suche nach den Ursprüngen dieses Missverhältnisses zu machen, ist glücklicherweise nicht unsere Baustelle. Aber wie gesagt: ein schönes Gebäude in inspirierender Lage mit einem Nutzungskonzept (“Hier möchten sie arbeiten, erfolgreich sein, die Seele baumeln lassen.”) das ich auf den ersten Blick durchaus unterschreiben würde.

Veröffentlicht von Dr. Miriam Neubauer in Made in Germany | Keine Kommentare »